Bilder mit meinen Ex-Kollegen und von Fahrradtouren

Meine Fahrradtour 2020

Auf dem Elberadweg von Tangermünde bis Dresden

Prolog

Eine Radtour in Zeiten der Corona-Pandemie, im Juli 2020, geht das überhaupt? Unsicherheiten gab es ja: Die Öffnung von Gaststätten und Restaurants war lange Zeit ein Thema, wie auch Einschränkung bei der Belegung von Hotels.

Aber nach und nach wurden die Regelungen für Deutschland gelockert, und weil ich nicht in Buswartehäuschen übernachten wollte, war mein Plan, die Strecke in schaffbare Häppchen aufzuteilen und die Übernachtungen vorab zu buchen.

Gesagt, getan, und los ging es mit der Else in der Bahn von Nörten-Hardenberg, mit einem bequemem Umstieg in Hannover und einem etwas hastigen in Wolfsburg, bis Stendal.

 

Die gesamte gefahrene Strecke. Bei den Lücken zwischen den Abschnitten hat mir Scotty durch Beamen geholfen :-)

 

 

Auf dem Weg zwischen Stendal und Tangermünde, ein Bild, das bei Bergfreunden das blanke Entsetzen auslösen könnte, mir gefällt das aber so.

 


Der Eulenturm in Tangermünde.

 

Und gleich daneben mein Hotel mit eigener Brauerei!

 

Blick auf die Elbe und die Mündung der Tanger vom Schlosshotel.

 

Der Schlossgarten.

 

Zum Abendessen suchte ich mir dann...

 

... auf dieser originellen Speisekarte...

 

... dies aus!

 

Das alte Rathaus in Tangermünde.

 

 

Nach Süden, immer an der Elbe entlang. Einsam, lange Zeit begegnet man niemanden.

 

Die Bockwindmühle in dem kleinen Dorf Grieben.

 

Unterwegs traf ich bei der Gaststätte eines Campingplatzes diesen kleinen Kerl, der sich bei seiner Musik überhaupt nicht stören ließ.

 

 

 

Auf einem Rastplatz dann diese Informationstafel: Die Region um die Dörfer Ringfurth, Sandfurth und Polte war lange Zeit ein Manövergebiet der Truppen des Warschauer Pakts.

 

 

Heute ist dort nur noch das Schifferdenkmal mit einem schönen Blick über die Elbauen zu finden. Von Manövern ist nichts mehr zu sehen.

 

 

Vorbei an dieser schönen Kutsche in Bertingen...

 

 

...geht es auf hervorragenden Wegen zu meiner nächsten Unterkunft direkt am Radweg.

 

Mein Zimmer (die 1.1 links) ist, wie alle anderen auch...(und es sieht bestimmt nicht wie ein Klohäuschen aus ;.))

 

...in kleinen Holzhütten auf dem Gelände.

 

Das Wichtigste am Ende eines Tages darf natürlich nicht fehlen!

 

 

Auf dem Weg in Richtung Magdeburg.

 

 

Fähre bei Rogatz...


 

... und im Rücken die Hochwassermarkierungen an einer Mauer. Da kommt man doch ins Grübeln...

 

 

 

 

Die historische Schleuse...

 

 

 

 

... und die moderne Schleuse in Niegripp. Eher für den Verkehr aus/in Richtung Norden zum Mittellandkanal.

 

Wohin?

 

 

 

Und dann kommt die große Schleuse: Das imposante Wasserstraßenkreuz.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Blick zum Mittellandkanal Richtung Osten.

 

 

 

 

 

Die Kanalbrücke über der Elbe.

 

Lacht er, oder will er mir Ärger machen? Passiert ist nix böses!

 

 

 

Nördlich von Magdeburg verlief der Weg durch eine wunderschöne Parklandschaft.

 

 

Mit eindrucksvollen Bäumen.

 

 

Über die Jerusalembrücke ging es in Richtung Zentrum. Links der Dom und rechts die Johanniskirche.

 

 

Kunst am Weg.

 

 

Der Dom...

 

 

 

 

... und nebenan das Landtagsgebäude.

 

 

 

Etwas ungewöhnlich: Das Hundertwasserhaus.

 

 

Das Rathaus von Schönebeck/Elbe.

 

 

Und ein Biergarten direkt am Weg ;-) Was will man mehr!

 

 

In der Bauhausstadt Dessau: Die Meisterhäuser von Gropius, Moholy-Nagy und anderen.

 

 

 

Und das Bauhausmuseum. Hier wird das ganze Spektrum der Denkweise gezeigt. Diese geht von der rationalen Architektur weit ins persönliche. Alles, von der Einteilung der Zimmer, über die Möbel bis zu Dekoration wurde geplant.

 

 

Die "Sieben Säulen", eine Nachbildung eines römischen Portikus als Eingang zum Park Georgium. Sieben deshalb, weil aus fast allen Blickwinkeln nur sieben Säulen zu sehen sind.

 

 

Weiter auf schönen Wegen in Richtung Wörlitz.

 

 

Das Dessau-Wörlitzer Gartenreich (UNESCO-Welterbestätte) kündigt sich an.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Auf dem Weg nach Wittenberg wird irgendwann der Turm der Schlosskirche sichtbar.

 

 

Sehr gemütlich ist es in Wittenberg: Der Marktplatz...

 

 

...das Rathaus...

 

...und die Stadtkirche.

 

Der Turm der Schlosskirche.

 

 

Und die Thesentür.

 

 

(m/w/d) kannte man noch nicht.

 

Die alte Lateinschule in der Jüdenstraße...

 

 

... mit ihrer Inschrift:

Wie erfreut es, das Leben hindurch die edlen Künste verehrt zu haben
Und immer bedacht zu sein auf die guten Studien.

(Übersetzung mit Hilfe meiner lieben Freundin und Lateinlehrerin Christiane. Vielen Dank.).

 

 

Ansicht von Wittenberg mit der Schlosskirche. Das Bild hing in meinem Hotelzimmer, gemalt von einer Künstlerin aus Wittenberg, und kann gekauft werden.

 

Weiter geht es auf schönen Wegen an genügsamen Tieren vorbei.

 

 

Die Fähre bei Elster.

 

 

Ich hatte ja die Idee, auf dem Nebenradweg am linken Elbufer zu fahren.

 

 

Der Weg hatte sicher keine Schuld daran, dass es an diesem Tag dermaßen windig war! Natürlich kam er immer von vorn, aus Richtung Südwesten. Die Bäume mussten mitmachen, und haben sich ordentlich gebogen.

 

 

Kleine Erholungspause bei einem privaten Getränkeverkauf...

 

 

...mit dem richtigen Gesicht im Rücken.

 

 

Kurz vor Pretzsch, meinem Tagesziel.

 

Schloss Pretzsch, wo in diesem Jahr keine Führungen stattfanden.

 

 

Blick auf die Elbaue vom Schloss. Von der Elbe, in Bildmitte bei den Bäumen, ist nichts zu sehen.

 

 

Weiter geht's in Richtung Torgau.

 

 

Ein Wegweiser kurz vor Dommitzsch, auf dem Weg nach Torgau, wohin auch die kürzeste Entfernung angezeigt wird: 22 km.

 

 

Elbfähre bei Dommitzsch.

 

 

Mockritzer Dorfkirche.

 

 

In Torgau stolpert man als erstes über das "Denkmal der Begegnung" am Elbufer. Hier fand das symbolische Aufeinandertreffen amerikanischer und sowjetischer Truppen kurz vor der Kapitulation Hitlerdeutschlands statt.

 

 

Die neue Elbbrücke.

 

 

Das Rathaus in Torgau...

 

 

 

... mit einer schönen Kutsche.

 

 

Schloss Hartenfels.

 

 

 

 

Mein Hotel am Markt.

 

 

 

 

 

 

Hinter Riesa ging es dann endlich auf die letzte Etappe in Richtung Dresden.

 

Die Mühle in Grödel.

 

Ja, auch das erlebt man auf dem Elberadweg. Aber ich glaube, es gab eine innerörtliche Umleitung, die ich wohl schlicht ignoriert habe...

 

 

Je näher man nach Süden kommt, desto mehr Weinberge kommen in Sicht.

 

Und die zugehörigen Güter.

 

 

 

Fundstück auf dem Weg zur Toilette in einer Gaststätte ;-)

 

 

 

 

Meißen, die Albrechtsburg und der Dom.

 

 

Die Innenstadt von Dresden kommt in Sicht.

 

 

Angekommen.

Aber nicht, ohne einige Zeit damit verbracht zu haben, auf das linke Elbufer zu kommen. Ja, Brücken gibt es schon, aber Rampen, um von dem ufernahen Radweg auf der rechten Seite zu den ziemlich weit oben liegenden Brücken zu kommen? Fehlanzeige.

Dresden ist schon eine wunderschöne und beeindruckende Stadt.

 

Etwas versteckt: Die Kreuzkirche und dahinter der Rathausturm.

 

 

 

Blick von der Brühlschen Terrasse auf die Anlegestelle der Ausflugsschiffe.

 

Die Baustelle Augustusbrücke.

 

Blick zur Hofkirche. Im Hintergrund die Semperoper.

 

Das Ernst-Rietschel-Denkmal.

 

Die katholische Hofkirche mir dem Schloßplatz davor: Baustelle.

 

Die Augustusstraße mit dem Fürstenzug.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Durchgang zur Schlossstraße. Allein die Museen im Schloss, das grüne Gewölbe, sind schon eine Reise nach Dresden wert.

 

Und eine Fahrt mit einem Ausflugsschiff gehört unbedingt dazu!

 

Bei dem Ding konnte man sogar die wirklich heiße Mechanik bewundern.

 

 

 

 

 

 

Schloss Pillnitz.

 

 

 

Glauchau, eine Stadt im tiefsten Sachsen. Hier war nach der Abfahrt in Dresden Umsteigen angesagt.

 

Epilog

 

Eine wunderschöne Tour liegt hinter mir. Der Elbe-Radweg, zu unrecht verurteilt als "Rad-Autobahn" hat sich, im Gegenteil, als sehr ruhig und teilweise einsam zu fahren herausgestellt. Nur der Abschnitt zwischen Meißen und Dresden ist wirklich eine Autobahn, wirklich stark befahren.

Die Übernachtungen hatte ich im Voraus gebucht, um nicht in Gefahr zu laufen, in einem Buswartehäuschen übernachten zu müssen. Ich hatte aber den Eindruck, dass es bis auf ein oder zwei Hotels nicht notwendig gewesen wäre. Auf jeden Fall zwingt es dazu, bis zum gebuchten Ort zu fahren. Die Möglichkeit "mal schauen, wie weit ich heute komme" ist dadurch leider ausgeschlossen.

Essen, insbesondere frühstücken war zum Teil schon etwas speziell. Man musste gelegentlich statt Selbstbedienung auf jeden Fitzel zeigen, der dann auf den Teller kam.

Das Wetter hat mitgespielt, die Regenklamotten brauchte ich nicht. Allerdings war es, zumindest in den ersten Tagen, für Juli recht kühl. Und Wind gab es auch, an einem Tag sehr heftig. Mit einem CW-Wert von einem Scheunentor müsste es schon richtig bergab gehen, damit ich mal aufhören konnte zu treten, ohne langsamer zu werden.

Meine Else lief ohne Probleme, sie hat alles ohne zu murren mitgemacht.

Ertretene Strecke: 280 km. Höhenmeter dabei: 1000 m. Durchschnittsgeschwindigkeit 15 km/h.

 

Danke fürs Lesen

Klaus