Bilder mit meinen Ex-Kollegen und von Fahrradtouren

Meine Fahrradtour 2018

Auf dem Weserradweg

Prolog

Freie Tage muss man nutzen. Und jetzt fahre ich wieder Fahrrad. Wie bin ich dankbar dafür, denn alles schien erst dagegen zu sprechen. Fast schien es so, als wäre in diesem Jahr keine Radtour möglich. Aber es gelang mir doch, Anfang August eine Terminlücke zu schaffen.

Das Leben ist so ungerecht. Man kennt ja den Spruch: Das Alter ist nichts für Feiglinge. Aber dass es so schlimm werden würde? Das grenzt ja an Körperverletzung.

Ich fragte meinen Arzt im Frühjahr, ob sich das wohl bis in den Sommer hinein ziehen würde. Ja, das wird es wohl, hieß es. Er hatte aber damals, ebenso wenig wie ich, keine Vorstellung, dass es mich noch viel länger beschäftigen würde.

Sechs Wochen nach der OP wäre Radfahren verboten, hieß es. Ich habe entgegnet, dass ich mir fünf Wochen Pause gönnen würde, worauf ich ein Grinsen der Ärzte erntete. Während der anschließenden Reha habe ich allerdings von einer sechsmonatigen Pause erfahren! Für mich stand sofort fest, dass diese Empfehlung wohl noch aus den Urzeiten der OP-Technik stammt und überhaupt nichts mit den heutigen Verfahren zu tun hat. Damit war dieses Thema für mich erledigt.

Also habe ich nach fünf Wochen mit kleinen Strecken angefangen, habe nix gemerkt, kein Zwicken oder Zwacken, bin dann über 10, 20 und 40 km gefahren, und merkte: Es geht. Du kannst fahren! Alles ist Ok mit dir!

Schon im letzten Jahr, also 2017, war geplant, den Weserradweg zu fahren, der für mich ja fast eine "Hausstrecke" ist. Gefühlt 100-mal bin ich schon zwischen Hann. Münden, Karlshafen und Hameln und weiter bis Minden auf den Straßen mit dem Motorrad und dem Auto gefahren, aber noch nie mit dem Fahrrad! Und das ist wirklich etwas anderes.

Geplant war ursprünglich von Hann. Münden bis Cuxhaven zu fahren. Nun, das ging nicht, soviel Zeit hatte ich doch nicht. Also habe ich die Runde verkürzt. Bis Hameln sollte es gehen, von dort nach Osten in Richtung Elze/Hildesheim und wieder zurück. Aber aufgeschoben ist ja nicht aufgehoben. Der Rest bis zur Nordsee kann warten und die Nordsee ist ja auch nicht von heute auf morgen verschwunden.

Also rein mit der Else in die Bahn und ab zum Start in Hann. Münden. Natürlich allein. Der Nachteil ist, dass man seine Erlebnisse nicht teilen kann. Der Vorteil ist, dass man seine Entscheidungen selbst treffen kann. Fährt man zu zweit, ist einer meistens der Boss.

Achso. Das Wetter? Man sprach von einem "Jahrhundertsommer", einem heißen, trockenen Sommer, der schon im Frühjahr begann. Und es war heiß, heißer, am heißesten. Eigentlich eine Hitze, bei der man keine Radtouren unternimmt. Aber da war eine Stimme, die mir sagte "du schaffst das!". Und genau so war es ja auch. Und diese Hitze machte es auch unnötig, am Morgen auf wärmende Sonnenstrahlen zu warten. Die waren einfach da, schon vor dem Aufstehen. Aber das Wetter ist ja keine Dienstleistung, sondern eine Tatsache.

 

Stecke

Die gefahrene Strecke. Die unterschiedlichen Farben kennzeichnen, wie immer, die Tagesetappen.

 

1. Etappe Hann. Münden - Bad Karlshafen

Schon als ich in Hann. Münden aus dem Zug stieg, hatte mich die Hitze im Griff. 30 °C am Vormittag ist schon heftig.
Also rauf auf die Else und los.

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Blick auf Werra (links) und Fulda (rechts) beim Zusammenfluss zur Weser (vorn). In der Mitte die Halbinsel Tanzwerder mit dem Weserstein.

 

Weserstein

Jeder Tourist, der Hann. Münden besucht, besichtigt sicher neben der Altstadt mit ihren schönen Fachwerkhäusern, dem Rathaus und dem Welfenschloss auch den Weserstein, der sich an der Spitze des Tanzwerders befindet.

Kurz hinter Gimte kam die erste Steigung, kurz, aber knackig. Oben angekommen gab es einen kleinen Rastplatz, den ich natürlich nutze, was sich aber sofort als Fehler herausstellte: Während der Fahrt gibt es auch bei diesen Temperaturen einen kühlenden Fahrtwind, der aber sofort fehlt, sobald man steht. Und dass führt dazu, dass das Wasser am ganzen Körper anfängt zu laufen. Also rauf aufs Rad und weiter!

 

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Vor Hemeln. Die Weste auf dem "Gebäckträger" animiert zum Lachen.

 

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Die Rollfähre, eine Variante der Gierseilfähre, zwischen Hemeln und Veckerhagen. Ja, der Rasen war wirklich so braun und trocken, wie auf dem Foto.

 

Das "Gasthaus zur Fähre" hat schon Kultcharakter. In seinem Biergarten trifft sich bei gutem Wetter alles, was auf zwei Rädern fährt. Die Anzahl der Motorräder ist wirklich beeindruckend. Ich war hier allerdings schon um 12 Uhr, es war noch ruhig, vielleicht auch wegen der Hitze.

Weiter geht es auf schönen, allerdings meistens sonnigen Wegen.

 

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Schöner Ausblick auf die Weser im einem Waldstück zwischen Hemeln und Bursfelde.

 

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Kloster Bursfelde (Link: Kloster Bursfelde),eine ehemalige Benediktinerabtei. Hier war ich zuletzt im Dezember 2013 (bei über 90 °C embarassed ).

 

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Gleich nebenan befindet sich dieses Restaurant. Ideal um bei kalten und warmen Dingen wieder Kräfte zu sammeln. Klasse war auch die lebensgroße Figur neben dem Eingang.

 

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Weiter in Richtung Lippoldsberg.

 

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Anzeige meines Navis kurz vor Lippodsberg. Die Temperatur? Ohne Worte. Natürlich hatte das Wasser in meiner Trinkflasche längst auch diesen Wert angenommen.

 

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Die Fähre bei Lippoldsberg.

 

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Eine Hinweistafel in Bodenfelde, direkt neben...

 

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... einem Café, in dem ich wieder Kräfte tanken konnte.

 

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Die Weser bei Bodenfelde.

 

Und dann passiert es! Es geht auf ein Waldstück zu und der Weg wird plötzlich steiler. Ich schalte auf den kleinsten Gang und gebe jede Menge Ampere auf den Motor. Damit komme ich, zugegebenermaßen etwas außer Puste oben an, kriege aber beim Halt das linke Bein nicht stabil genug auf den Boden, und falle leicht und locker auf den Hintern, und die voll bepackte Else fällt langsam auf mich. Aufgrund der reduzierten Motorik war ich samt Else einfach umgefallen.

Nachdem ich mich und die Lage angeschaut habe, noch etwas vor mich hinlachend, hörte ich Stimmen und Geräusche: Eine Gruppe Radler kam hinter mir den Berg hinaufgeschnauft, teils auf, teils neben dem Rad. Und sofort hatte ich auch Hilfe: Die Else wurde wieder hingestellt und auch mir wurde wieder auf die Beine geholfen. Dadurch, dass ich so langsam umgekippt war, war uns beiden nichts passiert.

Die Gruppe machte dort auch eine Pause, wir redeten noch etwas miteinander, und bevor ich weiter fuhr sah ich dann...

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... dieses Schild. Klar, wer Berg runter fährt hat ein noch größeres Problem, wenn er nicht rechtzeitig bremst. Wenn man dieses Abenteuer vermeiden möchte, muss man in Wahmbeck mit der Fähre auf die andere Weserseite übersetzen. Allerdings fährt man dann bis Karlshafen auf einem Radweg an der viel befahrenen B80 entlang.

Der weitere Weg nach Karlshafen war dann bequem zu fahren. Ein leichter Wechsel zwischen auf und ab.

 

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Erste Aussicht auf Karlshafen. In der Bildmitte die Weser-Therme, daneben das Gradierwerk.

 

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Blick in Richtung Hugenottenstadt  (Link: Hugenotten)  Karlshafen.

 

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Kurz danach hatte ich mein Hotel erreicht.

 

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Gegenüber vom Hotel das Invalidenhaus. Erstes öffentliches Gebäude der Stadt, errichtet als Altersruhesitz für ehemalige Offiziere und Soldaten des hessischen Heeres.

 

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Was kann man nach dem Bezug des Zimmers denn als erstes machen? Genau, ein kühles Bier im Biergarten bei 35 °C.

 

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Der Biergarten.

 

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Kurz nach mir traf eine Gruppe Radfahrer aus der Nähe von Einbeck ein. Sie waren durch den Solling gefahren! Um Platz genug für alle Räder zu haben, hing an der Wand sogar eine "Aufstellrichtlinie", die wir natürlich befolgt haben. Meine Else ist natürlich die mit dem - für diese Hitze - unnützen Kleidungsstück auf dem Gepäckträger.

Vor dem Abendessen war noch genug Zeit für einen Stadtrundgang. Weil ich beim Auspacken auch bemerkt hatte, dass ich Sonnenmilch vergessen hatte, wollte ich unbedingt zu einer Apotheke, denn ich brauchte eine kleine Flasche, nicht diese großen aus dem Supermarkt, die fünf Jahre halten. Leider hatte die Apotheke schon geschlossen, und ich musste das am nächsten Morgen erledigen.

 

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Lecker!

 

2. Etappe Bad Karlshafen - Bodenwerder

 

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Auf schönen Wegen ging es am nächsten Morgen weiter.

 

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Herstelle mit seiner Burg.

Kurz danach kam...

 

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...das KKW Würgassen in Sicht, dass bereits seit 1997 vom Netz ist. Allerdings lagert dort noch jede Menge radioaktiver Abfall.

Ich kann mich noch gut an den Parkplatz an der B83 auf der anderen Seite der Weser erinnern, von dem man einen guten Überblick über das Gelände des KKW hatte. Natürlich gab es dort auch eine Würstchenbude.

 

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Hinter Beverungen.

 

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Blick auf Schloss Fürstenberg vor Höxter, dem Sitz der Porzellanmanufaktur Fürstenberg (Link: Fürstenberger Porzellan).

Höxter kam näher, und damit die Aussicht auf eine verdiente Pause bei Kaffee, Kuchen und wasweißich am Straßenrand. Ich hatte aber die Einkaufswut der Höxteraner an einem Samstag unterschätzt. In der Fußgängerzone war auch im Fußgängermodus kein Durchkommen. Ich will aber Fahrrad fahren und nicht durch Fußgängerzonen laufen. Also flüchtete ich und machte mich auf den kurzen Weg nach Corvey, wo es auch eine Gaststätte geben sollte.

 

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Kloster Covey, UNESCO-Weltkulturerbe (Schloss Corvey)  (Wikipedia-Artikel) Das kulturelle Highlight der Tour.

 

Eine Besichtigung wollte ich eigentlich nicht machen, ich bin ja schon mindestens zweimal dort gewesen. Der Sinn stand mir eher nach dem Café und der Möglichkeit, unsere Akkus (ja, meinen und den von Else sealed) aufzuladen. Ich bin gescheitert: Der Torwächter wollte mich mit Else auch schiebend nicht durchlassen, und verwies auf den Fahrradstellplatz etwa 100 m zurück. Das wollte ich a) aber meiner Else nicht antun, und ich erfuhr b) dass das Café schon länger geschlossen ist und auf eine Renovierung wartet. Netterweise erhielt ich aber c) die Auskunft, dass es in der Domäne das "Weser Aktivhotel" gäbe und dass ich dort alles bekäme, was ich bräuchte.

Das hörte sich gut an. Also ein Stück zurück und durch das Tor zur Domäne. Dort bekam ich eine kühle Flasche Bier, eine Steckdose für Elses Akku und ein Schwätzchen, über dies und das, denn das Hotel bietet auch Kanutouren auf der Weser an!

 

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Wegweiser traf man unterwegs häufiger an, verirren wird so unmöglich. Dieser steht hinter Holzminden, wo ich mir in einem Straßencafé den Bauch mit Eis gefüllt hatte.

 

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Die Fähre bei Polle. Die Temperatur war inzwischen wieder bei 33 °C angelangt.

 

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Gelegentlich findet man am Weg auch diese Informationstafeln. Hier sind auch die großen Schleifen der Weser zu erkennen, die der Radweg natürlich mitmacht.

 

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Dieses Ausflugsschiff war mir schon in Polle aufgefallen. Ich hatte es wohl überholt und ließ es nun bei einer Pause im Schatten an mir vorbeifahren.

 

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Auf der gegenüberliegenden Weserseite wurde im Mai 2018 ein Abschnitt der B83 bei "Steinmühle" für den Verkehr gesperrt, da sich aus der Steilböschung immer wieder Felsbrocken lösen, die den Straßenverkehr gefährden. Eine Lösung ist noch nicht in Sicht.

 

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Ankunft in der Münchhausenstadt Bodenwerder bei 34 °C. Ich hatte das Gefühl, ich käme inzwischen schon besser mit der Hitze zurecht.

 

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Ohne mich weiter um Else zu kümmern musste ich zuerst einmal eine Hopfen-Kaltschale im Biergarten des Hotels verzehren. Der Chef meinte, ich sollte das Bier doch drinnen trinken, es wäre doch noch viel zu heiß! Im Schatten war es aber gut erträglich und außerdem hat sich auch am Abend nicht viel an der Temperatur geändert.

Nach einem guten Essen und ebenso guten, kühlen Bieren kann man dann, nachdem es im Biergarten ruhiger geworden ist, bei klarem Himmel etwas nachdenklich werden. Hier und da sieht man Sterne blinken. Solange es noch etwas dämmert, erscheinen die Bäume ringsum wie das Innere einer Kapelle mit unregelmäßiger Bauform; später, wenn die Konturen der belaubten Äste nicht mehr auszumachen sind, wird das Bild flächig und verwandelt sich in eine Art Scherenschnitt, weil der Himmel hinter dem schwarzen Laub relativ hell bleibt. Ein schwarzweißes Bild, in dem man versuchen kann, ornamentale Muster zu erkennen. Und genauso, wie man manchmal bei Google Earth die Landschaft fälschlich im Negativ sieht – also etwa die eingeschnittenen Täler als Grate –, kann man sich jetzt einbilden, die Lichtflecken der Himmelshelligkeit zwischen dem Laub seien Girlanden von schwachen LED-Leuchten auf einem schwarzen Hintergrund. Und wenn es so weit ist, dass man sich darüber nicht mehr wundert, schläft man vielleicht ein. Mein letzter Gedanke, bevor ich das Bett aufsuchte, war: Wahrscheinlich liegt es an bewusstseinsverändernder Unterhopfung, zumal du in Folge der Einwirkung unseres Zentralgestirns einen leichten Sonnenstich davongetragen hast.

 

3. Etappe Bodenwerder - Hameln

Vor der Abfahrt musste ich noch ein paar Münchhausen-Motive mitnehmen. Bodenwerder lebt von Münchhausen. Hier ein paar bekannte Motive aus seinen Geschichten.

 

 

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Einer der vielen schönen Pausenplätze am Weg.

 

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Das Wasserschloss Hehlen.

 

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Das Hüossen-Denkmal bei Hajen. Hüossen waren Leute, die die Schiffe auf der Weser zogen.

 

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Der Sage nach wurde ihnen nach einem Diebstahl ein alter Kater zum Essen vorgesetzt.

 

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Pause im Gasthaus des riesigen und noblen Campingplatzes bei der Grohnder Fähre. Im Hintergrund grüßt das KKW Grohnde mit dem Wasserdampf aus seinen Kühltürmen.

 

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Das KKW Grohnde (Link: KKW Grohnde) aus sicherer Entfernung vom rechten Weserufer aus. Selbst ein Kernkraftwerk "strahlt" heute eine gewisse Schönheit aus. Pure KKW-Romantik. Die Stilllegung ist für Ende 2021 geplant.

Diese Dinger lassen mich immer an die Erklärung der Göttinger Achtzehn (Link: Göttinger Achtzehn) aus dem Jahr 1957 (nein, damals habe ich das noch nicht verstanden) erinnern, die sich gegen die Pläne der damaligen Regierung wandten, Deutschland mit Atomwaffen aufzurüsten. Diese Erklärung hatte damals solche Wellen geschlagen, dass es auch tatsächlich nicht zu der Aufrüstung kam. Gleichzeitig sprach sich die Gruppe aber dafür aus, die friedliche Verwendung der Atomenergie mit allen Mitteln zu fördern. Das Problem der "Endlagerung", was heute noch völlig ungelöst ist, war damals wohl noch kein Problem. Falls doch, war die Meinung womöglich "Das wird sich schon finden".

 

Ich kann mich auch an die Zeit erinnern, als das Ding noch nicht dort stand. Damals machte ein nicht enden wollendes Gewitter der Motorradfahrt nach Ostfriesland einen Strich durch die Rechnung. Hinter Minden wurde sie abgebrochen, und die weiteren Gewitter wurden in einer Grohnder Gaststätte abgewartet.

 

KKW Grohde

Die alte Bundesstraße zwischen Grohnde (unten) und Kirchohsen, die damals befahrbar war. Beim Bau des KKWs wurde sie durch die neue, weiträumige Umfahrung ersetzt.

 

Etwas weiter in Richtung Hameln bei Hagenohsen - der Ort ist auf dem Kartenausschnitt noch zu sehen - kommt man zu einem besonderen Ort der Geschichte des 20. Jahrhunderts, zum Gelände des Reichserntedankfestes (Link: Reichserntedankfest), dass dort auf dem Bückeberg von 1933 bis 1937 mit jeweils mehreren 100.000 Besuchern stattfand.

Bückeberg vom Ohrberg

Blick durch das Wesertal auf den Bückeberg, mit dem gemähten früheren Festplatz und Hagenohsen. (Copyright: wikimedia.org)

 

Hagenohsen Karte cropped

Lage des Festplatzes mit den damaligen An- und Abreisewegen.  (Copyright:.wikimedia.org).

Meine Mutter hat mir einmal von ihrer Teilnahme mit meinem Vater an einer der Veranstaltungen erzählt. Ich habe damals nicht weiter nachgefragt, aber beide waren zu der Zeit etwa 30 Jahre alt, das ideale Alter um auf die Gesinnung des Rattenfängers von Braunau hereinzufallen.

Heute erinnert nichts mehr an diesen Ort. Erst in letzter Zeit wird über Kennzeichnungen oder Hinweise nachgedacht.

 

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Kurz danach habe ich Hameln errreicht. Ja, hier gab es einmal einen Ableger des Mehls mit dem Sonnenstern.

Hameln hat eine wunderschöne Innenstadt mit vielen Gebäuden aus der Zeit der Weserrenaissance (Link: Weserrenaissance).

 

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Das Hochzeitshaus. Im Haus befindet sich eine Polizeiwache, deshalb bin ich nicht näher herangegangen .

 

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Das Dempterhaus.

 

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Das Rattenfängerhaus cool.

 

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Die Gebäude des Museums - mit allen Informationen über die Stadt und den Rattenfänger- in der Osterstraße. Entlang der Straße gibt es viele Cafés, die zur Pause und zum Schauen einladen.

 

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Aber auch die kleinen Nebenstraßen der Altstadt sind wunderschön.

 

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Und am Abend gab es wieder leckeres Essen!

 

4. Etappe Hameln - Elze

Am nächsten Tag ging es auf dem Radweg Berlin - Hameln nach Westen.

 

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Die überwiegend sonnige Strecke bei Temperaturen um 37 °C ...

 

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... bringt einen ordentlichen Durst mit sich. Leider öffnen die Gaststätten am Weg zumindest in der Woche erst am späten Nachmittag.

 

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Bei dieser Trockenheit hinterlässt die Landwirtschaft eine riesige Rauchwolke.

 

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Aber hier hatte ich Glück. Bei dieser Gaststätte in Salzhemmendorf wurde ich "entdeckt" und bekam für den Körper sowohl einen schattigen Platz unter einem Sonnenschirm als auch ein großes Bier.

 

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Einzig die Else musste es in der Hitze aushalten.

 

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In Elze.

 

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Mein Hotel mit Biergarten...

 

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... in dem ich am Abend wieder etwas gutes zu Essen bekam.

Tatsächlich fing es am Abend an zu grummeln und es regnete etwas. Der berühmte Tropfen auf dem heißen Stein.

 

Epilog

Eine tolle Fahrt, mit unvergleichlichen Eindrücken auf überwiegend sehr guten bis guten Wegen auf der übrigens drei Bundesländer berührt werden: Niedersachsen, Hessen und Nordrhein-Westfalen. Auch ein bisschen ungewöhnlich.

Die Hitze hat mir immer weniger ausgemacht, aber anderen Radlern vielleicht umso mehr. Deshalb auch mein Eindruck, weil ich mit mehr Radfahrern auf dieser Strecke gerechnet hatte. Viel Verkehr war eigentlich nur bei Hameln, aber das waren eindeutig Tagesfahrer ohne Gepäck.

Die Else hat vollkommen ohne Panne durchgehalten, es gab keine brenzligen Situationen und nur eine leichte Sitzübung meinerseits.

Erstrampelte Strecke mit dem Rad: 190 km. Höhenmeter dabei: 1100 m.

Wieder eine Fahrt mit 1000% Zufriedenheit. Eine Strecke, die Lust auf Verlängerung in Richtung Norden macht.

 

Danke fürs Lesen

Klaus